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Umwelttipp vom Grünen Gockel 2018 - 2

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Geschenke-Zeit… Eigentlich geht es ja um etwas ganz anderes an Weihnachten als um Geschenke. Wegzudenken sind sie trotzdem nicht mehr. Stellt sich die Frage: Wie kommen die Dinge, mit denen ich anderen eine Freude machen möchte zu mir? Bastle ich etwas selbst, gehe ich ins Geschäft, oder bestell ich online und lass es mir nach Hause liefern? Die Tendenz geht zu Letzterem. Mittlerweile bestellen gut zwei Drittel aller Deutschen regelmäßig im Internet.

Online-Shopping ist schnell, bequem und beliebt. Aber nicht nachhaltig. Die wenigsten bedenken den ökologischen Fußabdruck, den sie dabei hinterlassen. Jeder Versand in Deutschland verursacht so viele Treibhausgase wie eine drei Kilometer lange Autofahrt. Zudem entsteht jede Menge Verpackungsmüll: Schutzfolien, Styropor oder Plastik. Ganz aufs Online-Shopping verzichten möchte trotzdem kaum jemand. Aber wenn wir die folgenden 4 Schritte beherzigen, können wir es ein Stück umweltfreundlicher - nicht nur in der Vorweihnachtszeit…

Suche & InhaltOnline-shoppen

Auf der Suche nach Online-Shops nutzen viele Verbraucher Suchmaschinen wie Google. Was kaum jemand weiß: Schon die Wahl der Suchmaschine beeinflusst die Umwelt. Der Suchdienst Ecosia (www.ecosia.org) etwa spendet einen Großteil seiner Einnahmen an soziale Umweltprojekte, die in Entwicklungsländern Bäume pflanzen. Auch bei der Wahl des Online-Shops und der Päckcheninhalte können Sie als Käufer die Umwelt schonen. Grüne Online-Läden, die auf Fairtrade, Bio und Nachhaltigkeit setzen, bieten eine große Auswahl an Produkten: von Lebensmitteln über Haushaltswaren bis hin zu Schreibwaren. Auch Kleidung und Kosmetik lassen sich nachhaltig shoppen.

Verpackung

Wer hat sich nicht schon mal durch Berge von Styropor, Plastik oder sonstiges umweltschädliches Verpackungsmaterial gewühlt, um an den Inhalt eines Pakets zu kommen? Es gibt nachhaltigere Alternativen:
Der Online-Shop Original Unverpackt (https://shop.original-unverpackt.de) verwendet Versandpackungen und Polstermaterial aus zweiter Hand.
Das Start-up Landpack (https://landpack.de) nutzt Stroh statt Styropor als Isolierverpackung und verzichtet dabei auf Zu-satzstoffe, Klebstoffe und Bindemittel.
Füllmaterial aus Pflanzenstärke gibt’s bei Biobiene (https://www.biobiene.com).

Auch Recyclingpapier taugt als Styroporersatz ebenso wie als Außenverpackung. Besonders empfehlenswert: Papier mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“. Andere Online-Anbieter ersetzen Pappkartons durch Mehrweg-Versandsysteme: Die „memo-Box“ (https://www.memo.de/memo-box) ist eine stabile, grüne Versandkiste aus dem recyclingfähigen Kunststoff Polypropylen, die sich vielfach wiederverwertet lässt. Nach Warenentnahme gibt der Kunde die Box einfach innerhalb von zwei Wochen an seinen Zusteller zurück oder in einem Paketshop in der Nähe ab.

Auch bei herkömmlichen Online-Shops lässt sich der Einkauf nachhaltiger gestalten: Planen Sie ihre Einkäufe gut und geben Sie lieber eine große Sammelbestellung auf statt vieler Einzelaufträge.

Lieferung

Viele Lieferdienste setzen inzwischen auf einen umweltfreundlichen Versand:
DPD liefert Waren klimaneutral ohne Auf-preis aus und setzt beim Transport auf Fahrräder, Elektro- oder Erdgasautos.
Auch DHL transportiert Pakete klimaneutral: deutschlandweit kostenlos, ins Ausland für einen Euro Aufpreis, der in Projekte für Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Aufforstung fließt.


Achten Sie als Verbraucher zudem auf regionale Produkte – so unterstützen Sie kurze Transportwege.
Und wenn die Zeit nicht drängt: Wählen Sie den Standardversand, wenn eine Bestellung nicht dringlich ist. Expressversand ist zwar praktisch und bequem, allerdings füllt der Lieferant seinen Lieferwagen dann oft nicht vollständig, sondern fährt auch mal mit halb leerer Ladefläche los.

Retouren

In Deutschland wurden 2017 gut die Hälfte aller Waren zurückgeschickt: Damit sind wir Spitzenreiter in Europa bei den Retouren. Ein zweifelhafter Titel: Denn eine Retoure in Auftrag zu geben, bedeutet den doppelten Transportweg und CO2-Ausstoß. Überlegen Sie sich daher gut, ob Sie ein Produkt wirklich brauchen und informieren Sie sich vorab genau darüber.
Oft wird KleiduGeschenkeng zurückgeschickt, da die Größe nicht passt. Dabei bieten die meisten Onlineshops Größentabellen zu ihren Produkten an: Dort sind die Maße für Brust, Taille und Becken exakt aufgelistet.
Und wenn Sie doch mal etwas zurückschicken müssen? Informieren Sie sich bei Ihrem Händler, ob Sie die Retoure direkt im Geschäft abgeben können. Auch Lieferungen können Sie oft in den Laden bestellen und die Ware dann vor Ort abholen. Das vereinfacht Retouren, und die Lieferwege sind deutlich kürzer.

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